Ich wusste, dass es so kommen wurde.
Dass ich nach einem Jahr in Deutschland gerne länger bleiben würde. Und die Bedingungen dafür: Arbeit finden.
Ich wusste auch -- ich kenne mich nur zu gut -- dass ich es wahrscheinlich nicht schaffen wurde.
Und so ist es in der Tat. Abgesehen von ein Paar halbherzigen Versuchen, bin ich nicht weiter gekommen. Ich lebe zu viel Tag für Tag, dass Planen um die Zukunft mir leicht fällt.
Und bald ist es so weit. Die Heimkehr rückt heran, und Ende des Jahres der Studiumabschluß. Ich kann es nicht mehr lange aufschieben, die Flugkarten für die Heimfahrt zu kaufen. Doch hatte ich gehofft, dass das Jahr Klarheit bringen wurde.
Ich weiss nicht, was danach kommt.
So viel ich geneigt bin, zu promovieren, bezweifle ich immer mehr, ob es die richtige Entscheidung wäre. Nicht nur, dass ich nach wie vor das Gefühl habe, eine Promotion bedeutet, nichts taugen als Artikeln schreiben, die nur ein Handvoll andere Akademiker interessieren. Nicht nur, dass es durchaus unsicher ist, ob man nachher eine Stelle findet, nicht nur, dass man oft nicht aussuchen kann, in welchem Ort man leben und arbeiten will.
Es kommt mir zu isolierend vor. So viel Zeit alleine im Zimmer sitzen und versuchen, einen Artikel fertigzuschreiben. Immer alleine. Und nie richtig darüber austauschen können, nie wissen, ob die Arbeit zu etwas taugt. Ich habe das schon genug getan. Zu viel.
Aber was bleibt sonst? Übersetzen. Englisch im Ausland unterrichten. Und dafür braucht man meistens eine spezielle Ausbildung, nichts unpraktisches wie Literaturwissenschaft.
Ich will einfach für jemanden arbeiten, der mich braucht. Mich als Individuum. Nicht als eine Liste von Qualifikationen.
Und das Auslandsjahr, das für mich so wichtig war? Hat es so viel gebracht? Wäre es wirklich so viel anders gewesen, wäre ich einfach in den USA geblieben? Ich weiss es nicht. Nur habe ich das Gefühl, versagt zu haben. Ich habe es nicht zustande gebracht, die alte, bequeme Gewohnheiten zu verändern, ich habe es nicht geschafft, selbst aktiv am Leben teilzunehmen, anstatt -- wie immer -- am Rande zu stehen und bloß zuzuschauen.
Aber zu Hause wäre es wohl nicht anders gewesen. Und hier kann ich wenigstens Deutsch reden.
Montag, 26. Juli 2010
Freitag, 16. Juli 2010
more threats and promises
Discussions of "semi-modal" promise and threaten (see my previous post) generally discuss the two verbs together, under the assumption that they function similarly, the only major difference being the evaluation by the speaker (negative or positive/neutral) of the expected event. However, there are a couple of fairly striking differences in their occurence patterns which I still can't think of any explanation for.
A search of the Corpus of Contemporary American English produced the following results:
"threatens to": 1192
"promises to": 2273
"threatening to": 2335
"promising to": 847 (scarcely any examples of promise2)
"threatened to": 3738
"promised to": 3860 (few examples of promise2)
What's odd here is the difference in frequency in the progressive. Since the corpus doesn't distinguish between different usages of the verbs, I checked a sample of 100 results for each of the variations and counted the number of examples that are to be interpreted in the "semi-modal" sense. For both threatening to and promises to this was around 35-40%. For promising to (which was far less frequent to begin with) I found a total of 3 examples.
This suggests that there is an aspectual difference between the two verbs which makes it difficult to use promise2 in the progressive. Furthermore, promise2 -- in contrast to threaten2 -- appears fairly frequently with the verb complement to be.
This also seems to be the case with the regular meaning of promise and threaten: I can say "The child promises to be good", but "The child threatens to be bad" is odd. This may be related to the highly formalized performative nature of promise, which always seems to indicate a verbal act. Threatening, however, does not have to be verbal (one can threaten with a gesture). Furthermore, a promise generally seems to refer to an action which will take place in the future; while a threat may concern something that is already in its beginning phases.
What I don't see is how all of this fits together. Granted that the verbs have different situational semantics in their original sense, I'm not sure what effect this would have on the "semi-modal" usage. And, as noted in previously, this is not irrelevant to the question of their meaning, since there are correlations between modality and aspect. Even if we interpret them as having future meaning (analogous to "be going to") rather than phasal (analogous to "begin), it doesn't explain why the two verbs should behave so differently from each other.
Fortunately I'm not a linguist so I can leave these little puzzles for someone else to solve.
A search of the Corpus of Contemporary American English produced the following results:
"threatens to": 1192
"promises to": 2273
"threatening to": 2335
"promising to": 847 (scarcely any examples of promise2)
"threatened to": 3738
"promised to": 3860 (few examples of promise2)
What's odd here is the difference in frequency in the progressive. Since the corpus doesn't distinguish between different usages of the verbs, I checked a sample of 100 results for each of the variations and counted the number of examples that are to be interpreted in the "semi-modal" sense. For both threatening to and promises to this was around 35-40%. For promising to (which was far less frequent to begin with) I found a total of 3 examples.
This suggests that there is an aspectual difference between the two verbs which makes it difficult to use promise2 in the progressive. Furthermore, promise2 -- in contrast to threaten2 -- appears fairly frequently with the verb complement to be.
This also seems to be the case with the regular meaning of promise and threaten: I can say "The child promises to be good", but "The child threatens to be bad" is odd. This may be related to the highly formalized performative nature of promise, which always seems to indicate a verbal act. Threatening, however, does not have to be verbal (one can threaten with a gesture). Furthermore, a promise generally seems to refer to an action which will take place in the future; while a threat may concern something that is already in its beginning phases.
What I don't see is how all of this fits together. Granted that the verbs have different situational semantics in their original sense, I'm not sure what effect this would have on the "semi-modal" usage. And, as noted in previously, this is not irrelevant to the question of their meaning, since there are correlations between modality and aspect. Even if we interpret them as having future meaning (analogous to "be going to") rather than phasal (analogous to "begin), it doesn't explain why the two verbs should behave so differently from each other.
Fortunately I'm not a linguist so I can leave these little puzzles for someone else to solve.
Montag, 12. Juli 2010
το θερος
ὑψόσ᾽ ἀναθρώσκων ἅ τε Σείριος Ὠκεανοῖο,
ὃς δή τοι καλὸς μὲν ἀρίζηλός τ' ἐσιδέσθαι
ἀντέλλει, μήλοισι δ' ἐν ἄσπετον ἧκεν ὀιζύν
(Apollonius Rhodius, Argonautica 4.957-9)
οὐ μόνον τοῖς μήλοις· καὶ τοῖς ἀνθρώποις δεινότατον τὸ καῦμα.
ὃς δή τοι καλὸς μὲν ἀρίζηλός τ' ἐσιδέσθαι
ἀντέλλει, μήλοισι δ' ἐν ἄσπετον ἧκεν ὀιζύν
(Apollonius Rhodius, Argonautica 4.957-9)
οὐ μόνον τοῖς μήλοις· καὶ τοῖς ἀνθρώποις δεινότατον τὸ καῦμα.
Sonntag, 6. Juni 2010
History lessons
"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen."
Man vergißt leicht, dass wir immer mit der Geschichte leben. Zwar gibt es in Göttingen eine "Humboldtallee" und eine "Schillerstraße", und in der Innenstadt stehen überall Gebäude mit Plakaten, die ankündigen, welche historische Persönlichkeit dort gelebt hat. Aber am Ende sind sie nur Namen, nur Steine. Sie machen die Vergangenheit nicht lebendig.
Dann aber ein Beweis, der zeigt, wie präsent die Geschichte immer noch ist.
Letzten Donnerstag war ich im Unikino mit einem Freund und schaute einen furchtbar schlechten Film an als der Lautsprecher plötzlich meldete, wir sollen das Gebäude räumen. Wir gingen heraus, stand herum, schauten: nichts zu sehen, kein Polizei, kein Feuerwehr. Was denn los war? Keine Ahnung. Zuckten mit den Schultern, gingen nach Hause. Wenns wichtig wäre, stände es morgen in den Nachrichten.
Später lernte ich, dass man eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg auf einer Baustelle gefunden hatte. Die Umgebung wurde evakuiert während die Bombe entschärft wurde. Das erschütterte mich. Nicht weil ich besonders Angst hatte. Wegen der Erkenntnis. Deutschland ist ja kein Kriegsgebiet, wo Minen noch begraben liegen und man ständig aufpassen muss. Aber falls man vergessen hat: hier wurde mal Krieg geführt.
Solche Vorgänge seien nicht ungewöhnlich, wie Bekannten mir sagen. Leider scheint es -- wie es sich herausstellte -- auch nicht ganz ungefährlich zu sein. Dienstag hat man einen zweiten Blindgänger ausgegraben, aber bevor man ihn entschärfen konnte, ging die Bombe hoch. Drei Toten. Und Göttingen stand am nächsten Tag in den nationalen Nachrichten.
Man vergißt leicht, dass wir immer mit der Geschichte leben. Zwar gibt es in Göttingen eine "Humboldtallee" und eine "Schillerstraße", und in der Innenstadt stehen überall Gebäude mit Plakaten, die ankündigen, welche historische Persönlichkeit dort gelebt hat. Aber am Ende sind sie nur Namen, nur Steine. Sie machen die Vergangenheit nicht lebendig.
Dann aber ein Beweis, der zeigt, wie präsent die Geschichte immer noch ist.
Letzten Donnerstag war ich im Unikino mit einem Freund und schaute einen furchtbar schlechten Film an als der Lautsprecher plötzlich meldete, wir sollen das Gebäude räumen. Wir gingen heraus, stand herum, schauten: nichts zu sehen, kein Polizei, kein Feuerwehr. Was denn los war? Keine Ahnung. Zuckten mit den Schultern, gingen nach Hause. Wenns wichtig wäre, stände es morgen in den Nachrichten.
Später lernte ich, dass man eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg auf einer Baustelle gefunden hatte. Die Umgebung wurde evakuiert während die Bombe entschärft wurde. Das erschütterte mich. Nicht weil ich besonders Angst hatte. Wegen der Erkenntnis. Deutschland ist ja kein Kriegsgebiet, wo Minen noch begraben liegen und man ständig aufpassen muss. Aber falls man vergessen hat: hier wurde mal Krieg geführt.
Solche Vorgänge seien nicht ungewöhnlich, wie Bekannten mir sagen. Leider scheint es -- wie es sich herausstellte -- auch nicht ganz ungefährlich zu sein. Dienstag hat man einen zweiten Blindgänger ausgegraben, aber bevor man ihn entschärfen konnte, ging die Bombe hoch. Drei Toten. Und Göttingen stand am nächsten Tag in den nationalen Nachrichten.
Dienstag, 18. Mai 2010
Odyssee Europa
DAS hätte ich gerne gesehen. Ich beschäftige mich ohnehin mit Nachdichtungen klassischer Mythen, ich habe es kaum geglaubt, als ich von einem Theaterprojekt hörte, wo sechs neue Stücke zum Thema "Odyssee" produziert werden. Leider habe ich auch ziemlich bald festgestellt, dass ich es zeitlich und finanziell schlecht rechtfertigen konnte, ein ganzes Wochenende dafür zu opfern.
Aber zum Glück fürs Studentenbudget hat man gleichzeitig eine Textfassung der Stücke herausgegeben; ich habe sie also wenigstens lesen können, obwohl ich es nicht geschafft habe, sie anzuschauen.
Und sie sind zum größtenteil ziemlich gut, finde ich, auch wenn sie etwas "experimentell" sind für mein Geschmack. Mit Enda Walsh's "Penelope", wo die letzte überlebenden Freier in einem leeren Schwimmbad um Penelopes Gunst wie in einem "reality tv" Programm werben, konnte ich wenig anfangen.
Leser, die das Werk von Emine Sevgi Özdamar schon kennen, werden in "Perikızı. Ein Traumspiel" viele bekannten Themen und Motiven wiederfinden. Einerseits ist das ein Bisschen enttäuschend (manchmal will man sehen, dass ein Autor auch über völlig anderen Themen schreiben kann), aber das, was ihr Schreiben anziehend macht, bleibt immer noch frisch. Ihr Stück ist auch das einzige, der auf das Thema "Reisen/Irrfahrt" anstatt auf die konkrete Handlung und Figuren der Odyssee konzentriert.
Am interessantesten fand ich "Das elfte Gesang" von Roland Schimmelpfennig, "Sirenengesang" von Péter Nádas und "Odysseus, Verbrecher" von Christoph Ransmayr. (Die erste zwei werden wahrscheinlich aufgrund eines merkwürdigen Verschwimmen von Figurenrede und Regieanweisungen Stoff für meine Hausarbeit bieten, aber mehr dazu ein anderes Mal.)
Was mir bei den Stücken besonders auffällt, ist die thematische Betonung und die meist negative Auffassung von Odysseus. In der Literatur des 20. Jahrhunderts drückt die Figur von Odysseus sehr oft die Erfahrung von Exil und Heimatlosigkeit aus. In diesen Stücken aber wird der Held des Odyssee generell sehr kritisch betrachtet: als der gewissenslose Krieger, der bei seiner Heimkehr die Gewalt mit sich bringt und es auf die neue Generation überträgt. Auch die Gestorbenen und Zuhausegebliebenen treten viel deutlicher in der Vordergrund: all diejenigen, die die Folgen des Krieges leiden mussten, die, die keine Stimme oder eigene Identität mehr haben. Diese Veränderung in der Interpretation der Odyssee sagt viel über die Probleme, die uns gerade beschäftigen, aus.
Aber zum Glück fürs Studentenbudget hat man gleichzeitig eine Textfassung der Stücke herausgegeben; ich habe sie also wenigstens lesen können, obwohl ich es nicht geschafft habe, sie anzuschauen.
Und sie sind zum größtenteil ziemlich gut, finde ich, auch wenn sie etwas "experimentell" sind für mein Geschmack. Mit Enda Walsh's "Penelope", wo die letzte überlebenden Freier in einem leeren Schwimmbad um Penelopes Gunst wie in einem "reality tv" Programm werben, konnte ich wenig anfangen.
Leser, die das Werk von Emine Sevgi Özdamar schon kennen, werden in "Perikızı. Ein Traumspiel" viele bekannten Themen und Motiven wiederfinden. Einerseits ist das ein Bisschen enttäuschend (manchmal will man sehen, dass ein Autor auch über völlig anderen Themen schreiben kann), aber das, was ihr Schreiben anziehend macht, bleibt immer noch frisch. Ihr Stück ist auch das einzige, der auf das Thema "Reisen/Irrfahrt" anstatt auf die konkrete Handlung und Figuren der Odyssee konzentriert.
Am interessantesten fand ich "Das elfte Gesang" von Roland Schimmelpfennig, "Sirenengesang" von Péter Nádas und "Odysseus, Verbrecher" von Christoph Ransmayr. (Die erste zwei werden wahrscheinlich aufgrund eines merkwürdigen Verschwimmen von Figurenrede und Regieanweisungen Stoff für meine Hausarbeit bieten, aber mehr dazu ein anderes Mal.)
Was mir bei den Stücken besonders auffällt, ist die thematische Betonung und die meist negative Auffassung von Odysseus. In der Literatur des 20. Jahrhunderts drückt die Figur von Odysseus sehr oft die Erfahrung von Exil und Heimatlosigkeit aus. In diesen Stücken aber wird der Held des Odyssee generell sehr kritisch betrachtet: als der gewissenslose Krieger, der bei seiner Heimkehr die Gewalt mit sich bringt und es auf die neue Generation überträgt. Auch die Gestorbenen und Zuhausegebliebenen treten viel deutlicher in der Vordergrund: all diejenigen, die die Folgen des Krieges leiden mussten, die, die keine Stimme oder eigene Identität mehr haben. Diese Veränderung in der Interpretation der Odyssee sagt viel über die Probleme, die uns gerade beschäftigen, aus.
Sonntag, 9. Mai 2010
not much at all
We're reading the Argonautica (or at least excerpts of it) in my Greek course this semester. Either my Greek has improved since the last time I tried tackling Hellenistic poetry (highly likely), or Apollonius is simply easier than an author like Callimachus. In any case, it's not as bad as I remembered. I'm enjoying it, in fact. And I'm familiar enough by now with the conventions of both Homeric poetry and the Alexandrian poets, that I can appreciate some of the particularly Hellenistic gestures.
I can't, for example, suppress the suspicion that the following was intended as a very bad pun, although none of the commentaries I've seen mention it...
Ἐν καὶ Ἀπόλλων Φοῖβος ὀιστεύων ἐτέτυκτο,
βούπαις, οὔ πω πολλός, ἑὴν ἐρύοντα καλύπτρης
μητέρα θαρσαλέως Τιτυὸν μέγαν, ὅν ῥ' ἔτεκέν γε
δῖ' Ἐλάρη, θρέψεν δὲ καὶ ἂψ ἐλοχεύσατο Γαῖα.
(Argonautica, 1.759-62)
I don't know much about popular etymologies for the name "Apollo", but it seems to me that "οὔ πω πολλός" could be interpreted as a commentary on the name (alpha privative + polus, many). If it's not, the choice of "πολλός" rather than "μεγάς" seems a bit odd to me, although the LSJ entry does list the meaning "great, mighty" as possible. But who am I to question the word choice of a Hellenistic poet?
I can't, for example, suppress the suspicion that the following was intended as a very bad pun, although none of the commentaries I've seen mention it...
Ἐν καὶ Ἀπόλλων Φοῖβος ὀιστεύων ἐτέτυκτο,
βούπαις, οὔ πω πολλός, ἑὴν ἐρύοντα καλύπτρης
μητέρα θαρσαλέως Τιτυὸν μέγαν, ὅν ῥ' ἔτεκέν γε
δῖ' Ἐλάρη, θρέψεν δὲ καὶ ἂψ ἐλοχεύσατο Γαῖα.
(Argonautica, 1.759-62)
I don't know much about popular etymologies for the name "Apollo", but it seems to me that "οὔ πω πολλός" could be interpreted as a commentary on the name (alpha privative + polus, many). If it's not, the choice of "πολλός" rather than "μεγάς" seems a bit odd to me, although the LSJ entry does list the meaning "great, mighty" as possible. But who am I to question the word choice of a Hellenistic poet?
Montag, 19. April 2010
Trolls and Lurkers
Someone in a message board I read was complaining about "trolls" - in this case, the context was a discription of users who indicated interest in a reading group and then failed to participate when the time for discussion came around.
This usage puzzled me -- for me a "troll" is someone who deliberately makes inflammatory posts for no other purpose than annoying other users; i.e, there is an actively disruptive element to this kind of behavior.
For the situation at hand I would be more inclined to use "lurker".
Am I behind the times? Is the meaning "users who refuse to participate/contribute" familiar to anyone else, or is it simply an idiosyncratic usage?
This usage puzzled me -- for me a "troll" is someone who deliberately makes inflammatory posts for no other purpose than annoying other users; i.e, there is an actively disruptive element to this kind of behavior.
For the situation at hand I would be more inclined to use "lurker".
Am I behind the times? Is the meaning "users who refuse to participate/contribute" familiar to anyone else, or is it simply an idiosyncratic usage?
Abonnieren
Posts (Atom)