Night Fishing (Derek Walcott)
Line, trawl for each word
with the homesick toss
of a black pirogue anchored
in stuttering phosphorus.
The crab-fishers’ torches
keep to the surf’s crooked line,
and a cloud’s page scorches
with a smell of kerosene.
Thorny stars halo
the sybil’s black cry
“Apothanein thelo
I am longing to die.”
But line, live in the sounds
that ignorant shallows use;
then throw the silvery nouns
to open-mouthed canoes.
The movement of the poem fascinates me, the interweaving of the images of sailing and fishing with the vocabulary of writing and reading. The Greek words rise up unexpectedly out of the verses like the captured fish, framed by the rhyming pairs of the third strophe. This single line evoking so much, layers of poetic tradition. Not just the Sybil, the prophetess mentioned in the Satyricon of Petronius, but also T.S. Eliot, who quotes the Greek lines at the beginning of his "Wasteland".
And yet in the final strophe of the poem, Walcott defends the "ignorant" language of his homeland, not denying the existing tradition (he still throws the captured words of the past into his hungry boat), but nonetheless choosing a different path.
I tried for a long time to translate this into German simply because the layers of meaning and the use of polysemy intrigues me so much, but I've concluded that my skills aren't adequate to the task.
Die Wirkung des Gedichts hängt mit der Mehrdeutigkeit des Wortes "line" zusammen, das Wort zieht sich wie ein roter Faden durch das Gedicht und hielt es zusammen. Im ersten Vers schmelzen die Bilder des nächtlichen Fischfangs mit Worten aus dem Bereich des Dichtens und Schreibens zusammen. Und genau diese Mehrdeutigkeit fehlt im Deutschen.
Die Doppeldeutigkeit des ersten Wortes, „line“, das „Vers“ sowie auch „Angelschnur“ bedeuten kann, wird hervorgehoben, ins Spielen gebracht durch die Verbindung von „trawl“ (aus der Fischerwelt) und „word“ (ein sprachliches Begriff). Man könnte hier vielleicht mit der lautlichen Ähnlichkeit des Paars „Strich/Strick“ spielen, sonst bleibt „Faden“ wahrscheinlich die beste Option.
Zwei Reihen von Bilder werden dicht zusammengeflechtet. Die Durchdringung von Landschaft und Dichtung lässt sich unterschiedlich interpretieren, unter anderen als poetologische Metapher für den Prozeß des Dichtens und den Umgang des Dichters mit der Tradition.
Die erste Strophe beschreibt ein unsicheres Herantasten, ein visuell-verbales Suchen "anchored in stuttering phosphorus". Die Vers-Angelschnur wird ins Meer geworfen, der Dichter sehnt sich nicht nur nach Heimat sondern nach einer Sprache und einer Dichtung, die er sein eigenes nennen kann.
Die zweite Strophe beschreibt nicht das Schreiben, sondern das Lesen von Texten. (Das "Wolkenblatt" kommt auch anderswo bei Walcott vor, zum Beispiel im ersten Gedicht des Bandes "Midsummer"). Aber es ist nicht nur ein Lesen von fremd-verfassten Texten, sondern die Landschaft wird auch zum Text, zum etwas Lesbares. Am nächsten wäre hier die alte Bedeutung von "lesen" -- "sammeln, ernten" -- zu benutzen, um die Metapher auszudrücken.
Das plötzliche Auftauchen von fremden Worten in der Mitte des Gedichts, das "schwarze Geschrei", das im Gehör bleibt, wie ein Gespenst.
Posts mit dem Label poetry werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label poetry werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 4. Januar 2011
Samstag, 16. Oktober 2010
Odysseus poems (3)
Sea Grapes (Derek Walcott)
That sail which leans on light,
tired of islands,
a schooner beating up the Caribbean
for home, could be Odysseus,
home-bound on the Aegean;
that father and husband's
longing, under gnarled sour grapes, is like
the adulterer hearing Nausicaa's name in
every gull's outcry.
This brings nobody peace. The ancient war
between obsession and responsibility will
never finish and has been the same
for the sea-wanderer or the one on shore now
wriggling on his sandals to walk home, since
Troy sighed its last flame,
and the blind giant's boulder heaved the trough from
whose groundswell the great hexameters come to the
conclusions of exhausted surf.
The classics can console. But not enough.
Bittere Trauben des Meeres (my translation)
Jenes Segel, ans Licht gelehnt
den Inseln müde
ein Schoner, der der Karibik entlang schlägt
heimwärts – es könnte Odysseus sein
auf dem Heimweg im Ägäischen Meer.
Jene Sehnsucht des Vaters und des Gatten
unter bittren Trauben ist wie
der Ehebrecher, der den Namen 'Nausikaa'
in den Schreien der Möwen hört.
Niemand findet dabei Frieden. Der alte Krieg
zwischen Besessenheit und Verantwortung
wird nie enden und ist stets das gleiche
ob man aufm Meer wandert oder, wie jetzt, am Strand
die Sandalen umwinden um heimwärts zu laufen, da
Troia die letzte Flammen ausgespückt hat
und der blinde Riesen seinen Felsblock warf; die Grube
aus deren Dünung die herrlichen Hexameter entstehen
und die Schlüsse ermüdeter Brandung ziehen.
Die Klassiker mögen trösten. Aber es reicht nicht aus.
Je mehr ich von Walcott lese, desto begeisterter bin ich. Besonders mag ich die Verbindung von klassischen Motiven mit der Welt der karibischer Heimat des Autors. Odysseus kommt häufig in seiner Gedichten vor -- sein Versroman "Omeros" ist wohl am bekanntesten. Auffällig dabei ist seine Haltung zu dieser Figur. Sein Odysseus ist kein Exilant, wie so häufig in zeitgenössischer europäischer Literatur vorkommt, sondern ist vom Berufswegen unterwegs am Meer, wie von einer Inselbevölkerung zu erwarten ist. Seine Reise ist zwischen Schuld und Pflicht, Abenteuerlust und Sehnsucht gespalten.
That sail which leans on light,
tired of islands,
a schooner beating up the Caribbean
for home, could be Odysseus,
home-bound on the Aegean;
that father and husband's
longing, under gnarled sour grapes, is like
the adulterer hearing Nausicaa's name in
every gull's outcry.
This brings nobody peace. The ancient war
between obsession and responsibility will
never finish and has been the same
for the sea-wanderer or the one on shore now
wriggling on his sandals to walk home, since
Troy sighed its last flame,
and the blind giant's boulder heaved the trough from
whose groundswell the great hexameters come to the
conclusions of exhausted surf.
The classics can console. But not enough.
Bittere Trauben des Meeres (my translation)
Jenes Segel, ans Licht gelehnt
den Inseln müde
ein Schoner, der der Karibik entlang schlägt
heimwärts – es könnte Odysseus sein
auf dem Heimweg im Ägäischen Meer.
Jene Sehnsucht des Vaters und des Gatten
unter bittren Trauben ist wie
der Ehebrecher, der den Namen 'Nausikaa'
in den Schreien der Möwen hört.
Niemand findet dabei Frieden. Der alte Krieg
zwischen Besessenheit und Verantwortung
wird nie enden und ist stets das gleiche
ob man aufm Meer wandert oder, wie jetzt, am Strand
die Sandalen umwinden um heimwärts zu laufen, da
Troia die letzte Flammen ausgespückt hat
und der blinde Riesen seinen Felsblock warf; die Grube
aus deren Dünung die herrlichen Hexameter entstehen
und die Schlüsse ermüdeter Brandung ziehen.
Die Klassiker mögen trösten. Aber es reicht nicht aus.
Je mehr ich von Walcott lese, desto begeisterter bin ich. Besonders mag ich die Verbindung von klassischen Motiven mit der Welt der karibischer Heimat des Autors. Odysseus kommt häufig in seiner Gedichten vor -- sein Versroman "Omeros" ist wohl am bekanntesten. Auffällig dabei ist seine Haltung zu dieser Figur. Sein Odysseus ist kein Exilant, wie so häufig in zeitgenössischer europäischer Literatur vorkommt, sondern ist vom Berufswegen unterwegs am Meer, wie von einer Inselbevölkerung zu erwarten ist. Seine Reise ist zwischen Schuld und Pflicht, Abenteuerlust und Sehnsucht gespalten.
Dienstag, 14. September 2010
Odysseus poems (2)
Одиссей Телемаку (Joseph Brodsky)
Мой Tелемак,
Tроянская война
окончена. Кто победил - не помню.
Должно быть, греки: столько мертвецов
вне дома бросить могут только греки...
И все-таки ведущая домой
дорога оказалась слишком длинной,
как будто Посейдон, пока мы там
теряли время, растянул пространство.
Мне неизвестно, где я нахожусь,
что предо мной. Какой-то грязный остров,
кусты, постройки, хрюканье свиней,
заросший сад, какая-то царица,
трава да камни... Милый Телемак,
все острова похожи друг на друга,
когда так долго странствуешь; и мозг
уже сбивается, считая волны,
глаз, засоренный горизонтом, плачет,
и водяное мясо застит слух.
Не помню я, чем кончилась война,
и сколько лет тебе сейчас, не помню.
Расти большой, мой Телемак, расти.
Лишь боги знают, свидимся ли снова.
Ты и сейчас уже не тот младенец,
перед которым я сдержал быков.
Когда б не Паламед, мы жили вместе.
Но может быть и прав он: без меня
ты от страстей Эдиповых избавлен,
и сны твои, мой Телемак, безгрешны.
Odyss an Telemach
(My translation. I take full blame for the mangling of the poem)
Lieber Telemach
Der troianische Krieg
ist nun vorbei. Wer die Oberhand gewann, weiß ich nicht.
Wahrscheinlich die Griechen: So viele Leichen
der Heimat fern könnten nur Griechen zum Boden werfen.
Immerhin ist der Weg, der nach Hause führt, etwas lang geworden,
Vielleicht hat Poseidon, als wir dort
unsere Zeit verschwendeten, den Raum ausgedehnt.
Unbekannt, wo ich mich jetzt befinde,
was mir gegenüber. Irgendein grausames Insel,
Gebüsch, Gebäude, grunzende Schweine,
Ein verwilderter Garten, irgendeine Königin,
Gras und Gestein…mein lieber Telemach:
Jede Insel gleicht der anderen
Wenn man so viele Länder durchwandert, und das Gehirn
stolpert, die Wellen zählend,
die Auge, wund geworden am Horizont, weint,
und das Fleisch des Wassers verstopft das Ohr.
vergessen habe ich, wie der Krieg ausging,
und wie alt du jetzt bist, weiß ich nicht.
Werde groß, mein Telemach, werde groß.
Gott weiß, wann wir uns wieder sehen.
Und du bist nicht mehr der Säugling,
vor dem ich meine Ochsen zügelte.
Gäbe es Palamed nicht, wären wir jetzt zusammen.
Aber vielleicht hat er recht getan: ohne mich
bleiben dir die Schrecken des Ödipus erspart,
arglos, Telemach, sind deine Träume.
Enough has been written on Brodsky and his use of Odysseus as one of his lyric personas that I'm not going to try to comment much on the poem. The motifs he picks up here are fairly conventional -- Odysseus as wanderer, a symbol of all the exiles and Vertriebene of the twentieth century -- what makes the poem so delightful, however, is the ironical tone that dominates the lines, an irony directed as much at the speaker himself as at the trials of the war. With Brodsky, one also always has to read it in combination with the other poems where he varies and transforms the same motif.
Мой Tелемак,
Tроянская война
окончена. Кто победил - не помню.
Должно быть, греки: столько мертвецов
вне дома бросить могут только греки...
И все-таки ведущая домой
дорога оказалась слишком длинной,
как будто Посейдон, пока мы там
теряли время, растянул пространство.
Мне неизвестно, где я нахожусь,
что предо мной. Какой-то грязный остров,
кусты, постройки, хрюканье свиней,
заросший сад, какая-то царица,
трава да камни... Милый Телемак,
все острова похожи друг на друга,
когда так долго странствуешь; и мозг
уже сбивается, считая волны,
глаз, засоренный горизонтом, плачет,
и водяное мясо застит слух.
Не помню я, чем кончилась война,
и сколько лет тебе сейчас, не помню.
Расти большой, мой Телемак, расти.
Лишь боги знают, свидимся ли снова.
Ты и сейчас уже не тот младенец,
перед которым я сдержал быков.
Когда б не Паламед, мы жили вместе.
Но может быть и прав он: без меня
ты от страстей Эдиповых избавлен,
и сны твои, мой Телемак, безгрешны.
Odyss an Telemach
(My translation. I take full blame for the mangling of the poem)
Lieber Telemach
Der troianische Krieg
ist nun vorbei. Wer die Oberhand gewann, weiß ich nicht.
Wahrscheinlich die Griechen: So viele Leichen
der Heimat fern könnten nur Griechen zum Boden werfen.
Immerhin ist der Weg, der nach Hause führt, etwas lang geworden,
Vielleicht hat Poseidon, als wir dort
unsere Zeit verschwendeten, den Raum ausgedehnt.
Unbekannt, wo ich mich jetzt befinde,
was mir gegenüber. Irgendein grausames Insel,
Gebüsch, Gebäude, grunzende Schweine,
Ein verwilderter Garten, irgendeine Königin,
Gras und Gestein…mein lieber Telemach:
Jede Insel gleicht der anderen
Wenn man so viele Länder durchwandert, und das Gehirn
stolpert, die Wellen zählend,
die Auge, wund geworden am Horizont, weint,
und das Fleisch des Wassers verstopft das Ohr.
vergessen habe ich, wie der Krieg ausging,
und wie alt du jetzt bist, weiß ich nicht.
Werde groß, mein Telemach, werde groß.
Gott weiß, wann wir uns wieder sehen.
Und du bist nicht mehr der Säugling,
vor dem ich meine Ochsen zügelte.
Gäbe es Palamed nicht, wären wir jetzt zusammen.
Aber vielleicht hat er recht getan: ohne mich
bleiben dir die Schrecken des Ödipus erspart,
arglos, Telemach, sind deine Träume.
Enough has been written on Brodsky and his use of Odysseus as one of his lyric personas that I'm not going to try to comment much on the poem. The motifs he picks up here are fairly conventional -- Odysseus as wanderer, a symbol of all the exiles and Vertriebene of the twentieth century -- what makes the poem so delightful, however, is the ironical tone that dominates the lines, an irony directed as much at the speaker himself as at the trials of the war. With Brodsky, one also always has to read it in combination with the other poems where he varies and transforms the same motif.
Dienstag, 24. August 2010
Odysseus poems (1)
Meditation am Webstuhl (Cyrus Atabay)
Verzweifle am Turnus der Dinge und schwöre ihm ab:
du schaffst ihn nicht aus der Welt.
Das Unaufhörliche hält nicht inne,
es wiederholt die Muster und erneuert den Umlauf.
Darum will ich nicht ins Detail gehen,
das tun schon andere und meinen,
der Ausschnitt erschöpfe das Ganze.
Was dich einmal entrückte,
so der Geruch der Mahd
oder das Licht nach einem Gewitter,
wird dich immer bezaubern:
Dort gilt es den Faden wieder aufzunehmen,
weiterzuknüpfen an dem Gewebe,
dessen Maschen die Schattenhand löst.
Du muß die Buhler, die dich von der Vergeblichkeit deines Unternehmens
– mit immerhin bestechenden Argumenten – überzeugen wollen,
ausbooten.
Einzig den Freier erhoffend, der den Bogen nimmt,
den keiner zu spannen vermochte,
dich an die Sehne legt, den Pfeil,
der durch die Ringe fliegt,
treffend die zeitlose Mitte.
Meditation at the Loom
(my translation)
Doubt the cyclic order of the world and forthswear it:
you won’t cause it to not exist.
That which is unceasing never pauses for reflection,
it recreates the pattern and begins its revolution anew.
And so I won’t go into detail;
others have already done so, claiming
the whole is contained within an excerpt.
What delighted you once –
so the scent of the mowing
or the light after a storm –
this will always enchant you:
The task is to pick up the thread again,
to tie it once more into the web
whose stitches an invisible hand releases.
Those wooing you, who wish to convince you
– indeed, with oh-so-seductive arguments – that your task is futile:
send them packing!
Await with hope that suitor only, who takes the bow in his hand
which none have managed to draw,
who places you against the bowstring, an arrow
that flies through the rings
striking that timeless center.
____________
Cyrus Atabay spent much of his life "unterwegs" between Iran, England and Germany, so perhaps it's not surprising that a number of his poems are concerned with the figure of the wanderer Odysseus. What's interesting about "Meditation am Webstuhl" is that it doesn't explicitly take up the theme of exile and return. Rather, it's a reflection upon history and tradition, the problem of writing what has already been said before.
Atabay's style is unusual, I find, and I make no claims to having produced a translation which captures the "texture" of the original. I found the hypotaxis in the middle of the poem particularly striking -- "ausbooten"** ends up being especially emphasized, whether through intent or the restrictions of German word order or both.
** The boat metaphor doesn't seem to carry over into English so easily. With some difficulty I restrained myself from translating this as "boot out".
Verzweifle am Turnus der Dinge und schwöre ihm ab:
du schaffst ihn nicht aus der Welt.
Das Unaufhörliche hält nicht inne,
es wiederholt die Muster und erneuert den Umlauf.
Darum will ich nicht ins Detail gehen,
das tun schon andere und meinen,
der Ausschnitt erschöpfe das Ganze.
Was dich einmal entrückte,
so der Geruch der Mahd
oder das Licht nach einem Gewitter,
wird dich immer bezaubern:
Dort gilt es den Faden wieder aufzunehmen,
weiterzuknüpfen an dem Gewebe,
dessen Maschen die Schattenhand löst.
Du muß die Buhler, die dich von der Vergeblichkeit deines Unternehmens
– mit immerhin bestechenden Argumenten – überzeugen wollen,
ausbooten.
Einzig den Freier erhoffend, der den Bogen nimmt,
den keiner zu spannen vermochte,
dich an die Sehne legt, den Pfeil,
der durch die Ringe fliegt,
treffend die zeitlose Mitte.
Meditation at the Loom
(my translation)
Doubt the cyclic order of the world and forthswear it:
you won’t cause it to not exist.
That which is unceasing never pauses for reflection,
it recreates the pattern and begins its revolution anew.
And so I won’t go into detail;
others have already done so, claiming
the whole is contained within an excerpt.
What delighted you once –
so the scent of the mowing
or the light after a storm –
this will always enchant you:
The task is to pick up the thread again,
to tie it once more into the web
whose stitches an invisible hand releases.
Those wooing you, who wish to convince you
– indeed, with oh-so-seductive arguments – that your task is futile:
send them packing!
Await with hope that suitor only, who takes the bow in his hand
which none have managed to draw,
who places you against the bowstring, an arrow
that flies through the rings
striking that timeless center.
____________
Cyrus Atabay spent much of his life "unterwegs" between Iran, England and Germany, so perhaps it's not surprising that a number of his poems are concerned with the figure of the wanderer Odysseus. What's interesting about "Meditation am Webstuhl" is that it doesn't explicitly take up the theme of exile and return. Rather, it's a reflection upon history and tradition, the problem of writing what has already been said before.
Atabay's style is unusual, I find, and I make no claims to having produced a translation which captures the "texture" of the original. I found the hypotaxis in the middle of the poem particularly striking -- "ausbooten"** ends up being especially emphasized, whether through intent or the restrictions of German word order or both.
** The boat metaphor doesn't seem to carry over into English so easily. With some difficulty I restrained myself from translating this as "boot out".
Abonnieren
Posts (Atom)